Digitale Transportdisposition

Gesteigerte Auslastung, maximaler Überblick

Die Einsatzplanung von Maschinen und Geräten ist in der Bausoftware OneStop Pro nach eigenen Angaben seit jeher möglich. Doch nun lassen sich auch Transportaufträge disponieren. FOTO: ONESTOP PRO

Mit OneStop Pro nutzt Penzkofer seit 2021 eine Bausoftware, die nach eigenen Angaben die individuellen Anforderungen des Generalunternehmers, Bauträgers und Immobilienunternehmens erfüllt. Gemeinsam wurde ein neues Feature entwickelt: die digitale Transportdisposition.

Der Penzkofer-Fuhrpark ist laut Unternehmen umfangreich ausgestattet und umfasst etwa 300 Fahrzeuge und Maschinen. Dazu zählen einige leistungsstarke Lkws. Sie beliefern Tag für Tag diverse Baustellen mit Maschinen und Geräten, Schüttgütern, Containern, ökologischen Wänden aus reinem Massivholz oder den patentierten Redbloc-Ziegelfertigteilen, die im eigenen Werk produziert werden. "Jeder Fahrer übernimmt in der Regel zwei bis drei Aufträge. Damit kommen wir auf Dutzende Fahrten, die täglich abgewickelt werden müssen", erklärt Fuhrparkleiter und leitender Disponent Michael Stich.

Abkehr von manuellen Prozessen

In der Vergangenheit wurde mithilfe von Excel-Listen eingeteilt, welche Lkws wohin geschickt werden. Vor dem Hintergrund des stetigen Firmenwachstums – neben dem Hauptsitz gibt es inzwischen zwei weitere Niederlassungen – wurde diese Planung immer unübersichtlicher. Zudem war sie laut Stich mit einem massiven Nachteil verbunden: Lediglich eine Person konnte die Fahrten zeitgleich disponieren, denn paralleles Arbeiten ist in Excel nur eingeschränkt möglich. Weil die optimale Planung von Transporten einen wesentlichen Beitrag zur Gesamteffizienz von Bauvorhaben leistet, war es Penzkofer Bau ebenso wie dem Team von OneStop Pro ein Anliegen, die Disposition zu digitalisieren. Bei der Umsetzung legten die Entwickler wie bei allen anderen Funktionen Wert auf eine möglichst einfache Bedienbarkeit. In der digitalen Dispotafel weist der Disponent einen zuvor angelegten Auftrag den vorhandenen Fahrzeugen zu. "Der jeweilige Fahrer bekommt in diesem Moment automatisiert eine Meldung in die OneStop Pro App mit allen wichtigen Auftragsinformationen. Sobald er auf das Feld 'Transport starten' klickt, ändert sich der Status. Er selbst und der Disponent sehen, dass sich der Auftrag in Arbeit befindet", erklärt OneStop Pro Vertriebsspezialist Maximilian Auer.Sobald die Aufgabe erfolgreich durchgeführt wurde, beendet der Fahrer in OneStop Pro den Auftrag. Auch der Disponent erhält eine Information über den erfolgreichen Abschluss. "Mit der neuen Funktion können wir für eine optimale Auslastung sorgen und Leerläufe bei Lkws vermeiden. Zudem sind die Fahrten jederzeit nachverfolgbar und mehrere Personen können in der Software disponieren", erläutert Michael Stich. Sollte der Hauptdisponent krank werden oder im Urlaub sein, kann problemlos eine andere Person die Planung übernehmen.

Alle Daten griffbereit und aktuell

Die Tatsache, dass in OneStop Pro sämtliche Beteiligte in einer einzigen Plattform arbeiten können und Zugriff auf alle aktuellen Daten haben, war für Penzkofer Bau grundsätzlich wichtig. "Bis dato haben wir mit einzelnen Insellösungen gearbeitet, die nicht alle Prozesse abbilden konnten. Lange waren wir auf der Suche nach einer professionellen Software. Doch in den meisten Fällen hatten die Hersteller keinen Bezug zum Bau. Die Zusammenarbeit gestaltet sich dann schwierig", berichtet Geschäftsführer Alexander Penzkofer. Bei OneStop Pro sei das durch die Zugehörigkeit zur Beutlhauser-Gruppe anders. "Die Gespräche waren von Anfang an auf einer Wellenlänge", so Penzkofer.

Penzkofer Bau nutzt mit dem Produkt "All-Inclusive" das gesamte Leistungsspektrum von OneStop Pro, "um alle Prozesse aus einer Hand in der Software integrieren zu können", sagt Prokurist und stellvertretender kaufmännischer Leiter Alois Dachs, der die Einführung der Software von Beginn an begleitet hat. Dazu zählen das Wartungs- und Prüfungsmanagement sowie das Verwalten und Disponieren der knapp 300 Fahrzeuge und Maschinen. Mithilfe von Telematikdaten kann das Team in der Software fortlaufend Live-Informationen abfragen. "Wir wissen nun also zu jeder Zeit, welche Maschinen und Geräte einsatzbereit sind", folgert Helmut Kilger aus der Unternehmensentwicklung.

Die Daten werden zudem weiterführend genutzt, beispielsweise im Controlling. "Wir sind jederzeit in der Lage, benötigte Informationen auszuspielen und weiterzuverarbeiten. Damit wissen wir genau, welche Bauvorhaben wie belastet werden und welche Kosten anfallen." Damit könne allein bei der Ermittlung der Kosten etwa die Hälfte der zuvor benötigten Zeit eingespart werden. Aktuell wird bei Penzkofer zudem das automatisierte Equipment-Tracking eingeführt, das mit Bluetooth Trackern einen Überblick über sämtliche Kleingeräte, Anbauteile und Container bietet.

Fuhrparkleiter und leitender Disponent Michael Stich weist in der digitalen Dispotafel den Lkw-Fahrern ihre Aufträge zu. FOTO: ONESTOP PRO

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