Komplexe Gebäudegeometrie

Schlagkräftige Kombi – 3D-Planung gehört dazu

Neben dem Einsatz des Allround Traggerüsts TG 60 und einer qualifizierten Montage durch ein professionelles Gerüstbauunternehmen trugen auch digitale Prozesse im Rahmen von Layher SIM laut eigener Aussage erheblich zu einer passgenauen und termingerechten Traggerüstmontage beim Bau eines Müllheizkraftwerks bei. Die Vorteile zeigten sich über den kompletten Projektverlauf: von der Planung über die Logistik bis hin zur Ausführung – also den termingerechten Auf- und Abbau. Die Baustelleneffizienz erhöhe sich erheblich. Verzögerungen infolge einer unzureichenden Planung entfielen laut Unternehmen – für mehr Terminsicherheit. Foto:Layher

Die Anforderungen waren anspruchsvoll: Es galt nicht nur hohe Lasten abzutragen, sondern auch die komplexe Gebäudegeometrie zu beachten – und dies alles bei einem sehr engen Zeitplan. Durch die Kombination aus dem Allround-Traggerüst TG 60 von Layher, einer qualifizierten Montage durch professionelle Gerüstbauer und vor allem einer sorgfältigen Vorplanung in 3D im Rahmen von Layher SIM durch die erfahrenen Layher Anwendungsingenieure konnte die Konstruktion problemlos an die Baustellenvorgaben angepasst und mit den Layher Systemlösungen gleichzeitig materialsparend errichtet werden, ist sich das Unternehmen sicher. Für eine schnelle Montage sei damit ebenfalls gesorgt gewesen.

Bei Projekten wie dem Müllheizkraftwerk sei eine digitale 3D-Planung des Gesamtprojekts im Rahmen eines BIM-Prozesses heutzutage in der Regel Standard. Viele Bauunternehmen fordern in der Zwischenzeit aber auch bei temporären Konstruktionen – wie beispielsweise Traggerüsten – eine digitale Vorplanung in 3D. Die Gründe dafür sind schnell erklärt. Bei komplexen Gerüstkonstruktionen wie dem Traggerüst für das Müllheizkraftwerk versprechen digitale Prozesse Transparenz in allen Arbeitsschritten, Kostenkontrolle sowie Planungs- und Terminsicherheit – bei jedem Projekt. Verzögerungen und Mehrkosten aufgrund einer unzureichenden Planung entfallen. Dies erhöht laut Layher die Baustelleneffizienz. Mit Layher SIM hat der Systemgerüstspezialist einen Digitalisierungsprozess für die speziellen Anforderungen im Gerüstbau konzipiert, der den gesamten Lebenszyklus eines Gerüstprojektes abdeckt: von der Planung über die Logistik bis hin zur Ausführung. Mit der LayPLAN SUITE stehen zudem für die unterschiedliche Teilaspekte praxisgerechte Softwaremodule zur Verfügung.

Individuelle Planung

Für ein optimales Ergebnis erfolgte laut Layher die Traggerüstplanung für das Müllheizkraftwerk durch die Layher Anwendungsingenieure als Teil von Layher SIM in 3D mit LayPLAN CAD – einem Modul der integrierten Softwarelösung LayPLAN SUITE. Damit sei die individuelle Planung von Gerüstanwendungen in 3D bis hin zur detaillierten Ausführungsplanung komplexer Gerüstkonstruktionen im Rahmen des ingenieurmäßigen Gerüstbaus möglich. Die Ingenieure konnten die Gerüstkonstruktion so direkt im 3D-Modell des Müllheizkraftwerks ausarbeiten und damit optimal an Bauwerksgeometrie und Lastvorgaben anpassen, so das Unternehmen. Die realitätsnahe Visualisierung habe wiederum eine enge Abstimmung mit Auftraggeber und Sicherheitsverantwortlichen gewährleistet.

Der Mehrwert: eine reibungslose Montage und Nutzung gemäß Baustellenanforderungen. Im Anschluss ließ sich das Gerüstmodell dem Unternehmen zufolge via LayPLAN TO RSTAB einfach an das Stabwerksprogramm übergeben. Ein Nachmodellieren für den statischen Nachweis sei entfallen. Fehler beim Nachmodellieren wurden ebenfalls vermieden.

Digitale Prozesse im Rahmen von Layher SIM erhöhen laut Unternehmen die Effizienz bei jeder Projektphase – von der Planung über die Logistik bis hin zur eigentlichen Gerüstmontage. Beim Bau eines Müllheizkraftwerks ließen sich aus der mit LayPLAN CAD realisierten 3D-Planung einfach 2D-Pläne für die Baustelle ausgeben. Diese enthielten QR-Codes mit Verlinkung zum 3D-Gerüstmodell. Die Gerüstmonteure konnten dieses auf der Baustelle dadurch detailliert von allen Seiten betrachten. Dies erleichterte die Montage in deutlichem Maße. Foto: Layher

Angesichts der großen Herausforderungen entschieden sich die Layher-Ingenieure bei der Umsetzung für das Allround Traggerüst TG 60. Dieses lasse sich aufgrund leichter Einzelbauteile und schraubenloser Verbindungstechnik nicht nur schnell montieren, sondern als modulare Lösung auch flexibel an Bauwerksgeometrien und Lastvorgaben anpassen – eine Besonderheit derTG-6-Systemlösung. Aufgrund der hohen Linienlasten wurden dabei Lastkonzentrationen einfach TG 60-Rahmen gebündelt.

Die Tragfähigkeit sei so beliebig steigerbar. Bei den Systemjochträgern wurde eine Kombination aus herkömmlichen H20-Trägern und den neuen Aluminium-Trägern TwixBeam im Bereich der Wandscheiben verwendet. Durch die hohe Tragfähigkeit des TwixBeams können Layher zufolge die hohen Stiellasten des TG 60 von bis zu 6 t im Vergleich zu H20-Trägern voll ausgenutzt werden. Die Kombination der beiden Träger auf einer Ebene sei dabei aufgrund gleicher Bauhöhe kein Problem. Die Gerüstverbreiterung am Randbereich sei materialsparend mit einer Konsole aus AllroundGerüst erfolgt – dabei waren keine weiteren Traggerüsttürme nötig. Und auch eine sichere Arbeitsplattform unterhalb der Schalung sowie ein Treppenturm als sicherer Höhenzugang wurden mit Allround-Bauteilen integriert – mit Serienbauteilen.

Digitale Prozesse erhöhen Wirtschaftlichkeit

Da die Errichtung des Traggerüsts in unterschiedlichen Bauabschnitten erfolgte, kam auch der Logistik eine wichtige Bedeutung zu. Digitale Prozesse erhöhen auch bei dieser Kernkompetenz die Wirtschaftlichkeit erheblich, berichtet das Unternehmen. Durch den integrierten Ansatz bei der Gerüstplanungssoftware LayPLAN SUITE ließen sich laut eigener Aussage aus der mit LayPLAN CAD realisierten 3D-Gerüstplanung anschließend mithilfe des LayPLAN MATERIALMANAGERS verlässliche und bei Bedarf editierbare Materiallisten ableiten – einfach per Knopfdruck inklusive Einzelgewicht und Gesamtgewicht. Dies habe die Planung und Optimierung der Versandlogistik erleichtert.

Die Materiallisten stellten so Layher dadurch nicht nur sicher, dass das Gerüstmaterial termingerecht und in der richtigen Anzahl auf der Baustelle angeliefert wurde, sondern unterstützten auch das Materialhandling vor Ort mittels einfacher Bauteilidentifikation durch Ansichtsbilder auf den Materiallisten.

Bei Auf- und Abbau beauftragte das Bauunternehmen ein professionelles Gerüstbauunternehmen, da Spezialisten laut Layher meist schneller montieren als Monteure ohne Gerüstbauerfahrung und zugleich relevante Sicherheitsvorschriften kennen. Unterstützung erhielten die Gerüstbauer unter anderem durch die digitale Vorplanung. Über die 3D-Gerüstplanung lassen sich 2D-Pläne für unterschiedliche Bauabschnitte exportieren. Diese sind über einenQR-Code mit dem 3D-Gerüstmodell verknüpft. Bei Bedarf konnten die Gerüstbauer die 3D-Planung so auf der Baustelle detailliert von allen Seiten betrachten – für einen reibungslosen Auf- und Abbau.

Angesichts des engen Zeitfensters setzten die Gerüstmonteure auf eine liegende Montage. Die Traggerüsttürme wurden dazu sicher am Boden vormontiert und per Kran versetzt. Steht kein Kran zur Verfügung, ist eine stehende Montage problemlos möglich, so das Unternehmen.

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