Automatisiertes Kontrollsystem im Steinbruch

Beim Tanken werden Informationen zum Reifendruck ausgetauscht

Mit Tirematics können Daten wie Luftdruck und Temperatur kontinuierlich ausgelesen und am Tablet analysiert werden.

Lichtenfels (ABZ). – Die Firma Debus Naturstein setzt das System Tirematics ein, um die Reifen von Baumaschinen, Lkw und Bussen zu kontrollieren. So werden Schäden durch zu niedrigen Luftdruck vermieden. Im oberfränkischen Lichtenfels treffen die Extreme aufeinander: Im Natursteinbetrieb Debus Naturstein GmbH & Co. KG der amo/Debus Gruppe bauen 22 Mitarbeiter mit schwersten Baumaschinen täglich tausende Tonnen Kalkstein ab, transportieren diese durch Sand, Matsch und Geröll über eine rund 3 km lange Werksstraße und trotzen dabei Wind und Wetter. Zugleich wird hier auf neueste Technologien und digitale Tools gesetzt, die den Betrieb vereinfachen und Kosten senken. Ein Beispiel ist das Reifendruckkontrollsystem Tirematics des japanischen Reifenherstellers. Es missst, kontrolliert und analysiert wichtige Informationen wie Luftdruck und Temperatur von Baumaschinen-, Lkw- und Busreifen kontinuierlich in Echtzeit.

Durchschnittlich 500 000 t Naturstein für den Straßen- und Tiefbau werden im Natursteinbetrieb jährlich produziert und veredelt. Der Standort ist nicht nur der flächenmäßig größte Betrieb der amo/Debus Gruppe, sondern mit jahrzehntelanger Tradition auch der älteste. Zugleich zeichnet er sich durch den größten technologischen Fortschritt aus. Denn auch vor einem Steinbruch macht die Digitalisierung nicht Halt, wie Markus Krappmann, Betriebsleiter des Natursteinwerks, und Reinhard Mohr, Technischer Einkäufer der amo/Debus Gruppe, im Gespräch mit Olaf Schäfer, Area Sales Manager bei Bridgestone Deutschland, erklären. "Wir haben frühzeitig erkannt, dass wir unsere Arbeitsabläufe verbessern und vereinfachen können, indem wir sämtliche Daten elektronisch erfassen und auswerten", so Markus Krappmann. "Eines dieser Tools, das wir seit nunmehr zwei Jahren zur Datenerfassung einsetzen, ist das Reifendruckkontrollsystem Tirematics. Was ursprünglich als eine Art Feldversuch gestartet ist, hat uns schon heute eine Menge Geld eingespart. Denn durch das sehr zuverlässige System hatten wir keine durch Minderluftdruck verursachten Reifenschäden mehr – die Kosten für die Installation haben sich bereits frühzeitig amortisiert."

Am Standort Lichtenfels der Debus Naturstein GmbH & Co. KG kommen rund 90 % der Reifen von Bridgestone.

Das Bridgestone Tirematics TPMS (Tyre Pressure Monitoring System) ist eine automatisierte Softwarelösung für vernetzte Reifen, die mithilfe von Sensoren am Reifen Informationen wie den Luftdruck und die Temperatur von Baumaschinen-, Lkw- und Busreifen kontrolliert und analysiert. Flottenbetreiber profitieren dadurch von einer proaktiven Instandhaltung, bei der Maßnahmen ergriffen werden können, bevor Probleme auftreten. Gleichzeitig wird die Lebensdauer der Reifen verlängert, die Ausfallquote reduziert und die Kraftstoffeffizienz erhöht. Jedes Mal, wenn ein mit TPMS-Sensoren ausgestattetes Fahrzeug zur werkseigenen Tankstelle fährt, passiert es die Empfänger und sendet automatisch Informationen an den Datenserver. "Gerade bei Baumaschinenreifen, die wie hier im Werk enormen Lasten und schwierigen Straßenbedingungen ausgesetzt sind, kann unser Frühwarnsystem den entscheidenden Unterschied machen, um Reifenschäden vorzubeugen", berichtet Olaf Schäfer. "Bereits bei einer Druckabweichung von 10 % sendet das System eine Warnung per E-Mail oder SMS und wir können dem Fahrer umgehend Bescheid geben, welcher Reifen kontrolliert werden soll. Früher bedeutete ein ungeahnter, schleichender Druckverlust eine zusätzliche Gefahr fürs Team, hohe Wartungskosten und die Störung eines reibungslosen Produktionsablaufs."

Beim Passieren der Empfänger senden die TPMS-Sensoren automatisch Informationen an den Datenserver.Fotos: Bridgestone

Durch diese Innovation werden die Reifendaten kontinuierlich über die Cloud-basierte Software des Tirematics Systems ausgewertet. Mit der Technologie werden Reifendaten automatisch erfasst, während der Fahrer die tägliche Inspektion vornimmt. Wenn eine Messung außerhalb des festgelegten Bereichs liegt, erhalten Flottenbetreiber einen Hinweis per E-Mail oder SMS und können sofort handeln.

Rund 90 % aller Maschinen am Werk Serkendorf sind mit Bridgestone-Reifen ausgestattet. Weitere gemeinsame Projekte im Bereich digitaler Mobilitätslösungen für Flottenbetreiber sollen folgen. "Wir schätzen die Zusammenarbeit sehr – unser Verhältnis ist bereits seit vielen Jahren durch Vertrauen und den Wunsch nach stetiger Verbesserung geprägt", lobt Reinhard Mohr, Technischer Einkäufer der amo/Debus Gruppe. "Wir können uns eben nicht nur auf die hohe Qualität der Reifen verlassen, sondern auch auf erstklassigen Service."

Neben seinem Produktportfolio und den Reifendruckkontrollsystemen bietet der Hersteller weitere E-Business-Lösungen rund um den Reifen an. Dazu zählen unter anderem das Auswertungs-Tool Insights und die ToolBox als Lösung für das komplette Reifenmanagement. Zusätzlich gewährt das Unternehmen eine hohe Laufleistungsgarantie und sendet jederzeit Experten für eine individuelle Beratung an den Einsatzort.

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