Sanierung der B 16 mit Niedrigtemperaturasphalt
Xaver Lutzenberger GmbH setzt auf digitale Bautechnologie
Krumbach (ABZ). – Die Xaver Lutzenberger GmbH hat auf der B 16 bei Krumbach 38.000 m² Asphaltfläche mit Niedrigtemperaturasphalt saniert.

Die am ABG 8820 Fertiger eingesetzte Variomatik-Bohle mit Doppelstampfer hat eine variable Einbaubreite von 3 bis 9 m. Sie erreicht eine hohe Vorverdichtung und dadurch entsteht eine optimal gleichmäßige Oberfläche. Foto: Ammann
Für das emissionsarme Projekt kamen ein Ammann ABG 8820 Straßenfertiger mit Bitumendampfabsaugung sowie vier Asphaltwalzen mit digitalen Assistenzsystemen zum Einsatz. Knapp 4,5 km Bundesstraße mit einer Breite von 8,5 m sollten saniert werden. Die Ausschreibung legte Wert auf niedrige Emissionen, geringen Energieverbrauch und verbesserte Bedingungen für das Einbau-Team. Verlangt wurden der Einbau von Niedrigtemperaturasphalt und ein Fertiger mit Bitumendampfabsaugung.
Zwischen Ausschreibung und Baubeginn lagen nur drei Wochen, die Sanierung sollte innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein. "Das erforderte ein besonderes Maschinen-Portfolio – und der Zeitplan war ambitioniert", sagt Daniel Lauer, Bauleiter Asphalt bei Xaver Lutzenberger. Darum holte er den Baumaschinenhändler Robert Aebi GmbH mit ins Boot.
Für das Projekt empfahl Aebi einen Ammann ABG 8820 Straßenfertiger mit der geforderten Bitumendampfabsaugung sowie drei Ammann ARP 75 Drehschemelwalzen und eine ARX 90 C Kombiwalze. "Die Außentemperaturen waren mit frühlingshaften 6 bis 15 °C teilweise noch im kritischen Bereich", so Lauer.
Niedrigtemperaturasphalt sollte bei über 10 °C Umgebungstemperatur eingebaut werden. Die Straßenbaumaschinen von Ammann wurden mit digitalen Assistenzsystemen zur Einbau-, Verdichtungs- und Dokumentationskontrolle ausgestattet. Volker Ernst, Leiter Road Machinery bei Robert Aebi GmbH, setzte alle Hebel in Bewegung, um die Maschinen pünktlich zu liefern.
"Den Ammann Fertiger ABG 8820 hatten wir am Lager, er musste aber vor Auslieferung noch mit dem Moba Super-Ski zur Nivellierung und dem Moba Thermoscan zur Temperaturüberwachung ausgestattet werden."
Insbesondere die vier Ammann Asphaltwalzen stellten eine logistische Herausforderung dar. Trotz der Mai-Feiertage musste Ammann Tschechien diese Maschinen rechtzeitig an Ammann Deutschland liefern. Dort wurden sie mit QMachines, der GPS-gestützten Verdichtungskontrolle von QPoint, ausgerüstet, damit Xaver Lutzenberger die flächendeckende Verdichtungskontrolle nutzen konnte.
Am 5. Mai standen alle Maschinen pünktlich auf der Baustelle: ein vorgelagerter Beschicker, ein Asphaltfertiger und vier Asphaltwalzen. Die Walzenfahrer wurden von den Ammann-Anwendungstechnikern Karl-Heinz Eichele und Ulf Siemen eingewiesen.
"Das dauerte keine 10 Minuten, dann hatten die Jungs das drauf", sagen die beiden Techniker. Die ABG Variomatik-Bohle VDT-V88 ETC mit Doppelstampfer und stufenlos verstellbarer Breite von 3 bis 6 m wurde auf eine Arbeitsbreite von 9 m aufgebaut. Durch die Doppel-stampfertechnik wird der Asphalt bereits direkt beim Einbau hoch verdichtet.
Gerade beim Einbau von Niedrigtemperaturasphalt ist das laut Hersteller von Vorteil, da die Walzen weniger Überfahrten benötigen. Die Moba Super Ski Nivellieranlagen sorgten für Ebenflächigkeit. Durch das Moba Pave IR System wurde die Temperatur der eingebauten Deckschicht hinter dem Fertiger erfasst und dokumentiert.
Vier Ammann Walzen folgten dem Fertiger, um die Oberfläche der neuen Straßendecke zu verdichten. Alle waren mit der Verdichtungssteuerung Ammann Compaction Expert (ACE) ausgestattet, die Amplitude und Frequenz automatisch dem Untergrund anpasst. Das integrierte digitale System QMachines ermöglichte die direkte visuelle Kontrolle durch den Fahrer, da Daten zu Temperatur, Position und Verdichtung auf dem Maschinendisplay dargestellt werden.
"Unser Ziel war es, mit so wenigen Tagesnähten wie möglich eine Deckschicht einzubauen. Durch die hohe Qualität der Maschinenleistung und die digitale Unterstützung haben wir sogar knapp einen Arbeitstag für den Einbau eingespart", sagt Lauer.
Nach fünf Wochen konnte die Bundesstraße nahe Krumbach planmäßig freigegeben werden. Die neue Asphaltdecke liegt laut Angaben des Bauunternehmens glatt wie ein Teppich.


