In einem System
Wärmebild- und Tageslichtaufnahmen kombiniert
München (ABZ). – Flir hat mit der Multispectral Imaging Xperience (MIX) ein System vorgestellt, das Wärmebilder und visuelle Tageslichtbilder in einem synchronisierten Datensatz zusammenführt. Das System soll die manuelle Ausrichtung und Nachbearbeitung verschiedener Bildquellen überflüssig machen.

In Verbindung mit der Software Flir Research Studio bietet FLIR MIX laut Hersteller eine End-to-End-Lösung, die die Arbeitsabläufe der Anwender von der Erfassung bis zur Analyse verbessert. Foto: Flir
Bisher mussten Forscher und Ingenieure bei Prüfungen zwischen sichtbarem Licht und Wärmebildern wählen oder separate Sensoren verwenden. Tageslichtbasierte Sensorik erfasst strukturelle Details, während die Wärmebildtechnik Wärmesignaturen und dynamische Wärmemuster aufdeckt. Die Herausforderung lag laut Flir in der präzisen räumlichen Ausrichtung und zeitlichen Synchronisierung von zwei Datenströmen.
Das Herzstück von FLIR MIX bildet eine integrierte Bildgebungsarchitektur, die Ereignisse mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1004 Bildern pro Sekunde im Vollbildmodus aufzeichnen kann. Diese Leistung ist nach Herstellerangaben entscheidend für die Erfassung transienter thermischer Ereignisse – von dynamischen Materialbelastungstests und schnellen chemischen Reaktionen bis hin zu Hochgeschwindigkeits-Ballistik und Airbag-Entfaltungsanalysen.
Die gleichzeitige Erfassung thermischer und sichtbarer Bilddaten ermöglicht nach Angaben von Flir, tiefere Einblicke in Prozesse zu gewinnen, die sich im Zeitverlauf schnell entwickeln. Dadurch soll die Analysezeit verkürzt und die Präzision quantitativer Messungen verbessert werden.
Das System wurde laut Hersteller darauf ausgelegt, ein breites Spektrum von Anwendungen durch verschiedene Kit-Konfigurationen abzudecken. Das Starter-Kit der X-Serie ist auf Hochgeschwindigkeits-Forschungsumgebungen zugeschnitten und kombiniert FLIR X69xx-Wärmebildkameras mit sichtbaren Hochgeschwindigkeitskameras, Präzisionsoptik und Montagehardware für Anwendungen wie Luft- und Raumfahrtprüfungen oder industrielle Diagnosen.
Das Starter-Kit der A-Serie ist eine Lösung für Bereiche wie Elektronikentwicklung, erneuerbare Energien und Batterie- und Akkutests. Dabei gewährleistet die Integration der FLIR A67xx-Wärmebildkameras die Erfassung sowohl thermischer Daten als auch visueller Details.
Für Forscher, die die Funktionalität der multispektralen Erfassung und Nachbearbeitung benötigen, bietet das FLIR MIX-Toolkit eine Zusatzoption zur bestehenden FLIR Research Studio Software. Diese synchronisiert die Wärmebilder und Tageslichtaufnahmen in Echtzeit und führt jedes Bild in einem Datensatz zusammen. In Verbindung mit der Software Flir Research Studio bietet FLIR MIX laut Hersteller eine End-to-End-Lösung, die die Arbeitsabläufe der Anwender von der Erfassung bis zur Analyse verbessert.
Diese Steuerungsplattform automatisiert den Synchronisierungsprozess und bietet Datenverwaltung und Echtzeit-Analysefunktionen. Mit pixelgenauen Überlagerungen und zeitlich abgestimmten Bildern können sich Forscher nach Angaben des Herstellers auf die Interpretation der Ergebnisse konzentrieren, ohne sich durch die Komplexität herkömmlicher Bildgebungssysteme einschränken zu lassen.


