BIM World MUNICH

Umsetzungsbeispiele für BIM vorgestellt

Die BIM Town und der Smart Building/Smart Construction Award standen im Fokus der Messe. 40 Finalisten setzten sich gegen mehr als 230 internationale Einreichungen durch. Gewonnen hat Christoph Degendorfer (Mitte) mit dem Proptech-Start-up BIMspot.Foto: BIM World Munich

München (ABZ). – Am 26. und 27. November besuchten mehr als 6500 Interessierte die BIM World MUNICH. Auf der Messe zur Digitalisierung in der Bau- und Immobilienwirtschaft stellten Unternehmen digitale Technologien und neue Ideen vor. Mehr als 200 Aussteller präsentierten auf einer verdoppelten Ausstellungsfläche neue IT- und IoT-Anwendungen, smarte Produkte und Lösungen für das Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden. Auch das Thema Stadtentwicklung wurde diskutiert. Auf fünf Bühnen und bei offenen Foren berichteten Experten und junge "Techpreneure" über Branchenfortschritte und stellten Visionen und konkrete Umsetzungsbeispiele für BIM vor. Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), zeigte eine Roadmap im Digitalen Planen und Bauen zur Gesellschaft von Morgen auf. Inga Stein-Barthelmes, Bereichsleiterin Politik, Kommunikation und Presse, ebenfalls vom HDB, ging auf die Ziele effizienter Bauplanung ein. Es müssten qualitativ hochwertige Gebäude für Wohnen, Arbeit, Bildung, Gesundheit, Handel, Kultur oder Verkehr umgesetzt werden. Sie müssten darüber hinaus flexibel, sozial, bezahlbar, energieeffizient und langfristig nutzbar sein. Mit digitalisiertem Bauantragswesen, vernetzten Bauabläufen und handwerklicher Umsetzung könnten Bauarbeiten effizienter, günstiger und termingerechter umgesetzt werden, so Stein-Barthelmes. "Die Digitalisierung schafft bei richtiger Nutzung Bauwerke mit hoher Wertschöpfung zu tragbaren Kosten", sagte sie.

Dr. Markus Hennecke, Vorstand der Ingenieurekammer-Bau, erklärte, dass man die Abläufe weniger schwierig gestalten müsse, um die BIM-Entwicklung voranzutreiben. Die meisten Beteiligten in der Baubranche würden schon sehr lange digital arbeiten. Der nächste wichtige Schritt sei es, die Arbeitsergebnisse der Beteiligten digital zusammenzuführen und zu vernetzen. "Durch das gemeinsame Arbeiten in einem Datenmodell werden sich gewohnte Arbeitsmethoden und Vertragsstrukturen verändern", sagt er. Die Änderungen müssten die mittelständisch geprägte Struktur der deutschen Ingenieurlandschaft fördern und nicht gefährden. "Dafür müssen auf der politischen Seite die wirtschaftlichen Randbedingungen geschaffen und gefördert werden", so Dr. Hennecke.

Der Geschäftsführer von Planen und Bauen 4.0, Dr. Jan Tulke, sieht BIM als eine Chance für alle am Bau Beteiligten. Seiner Meinung nach könne jeder BIM-Prozesse aktiv mitgestalten. Es sei nötig, eigene Prozesse zu verändern oder sie zumindest anzupassen. Dafür brauche das Bauwesen standardisierte Prozesse und offene Datenschnittstellen. Dr. Tulke zufolge funktioniere IT dann gut, wenn Daten klar strukturiert seien. Das bedeute nicht, dass kreative Fachleute dadurch eingeschränkt werden würden – BIM sei vielmehr ein Werkzeug zur Umsetzung. Nun sollten Anwender schnellstmöglich Erfahrungen mit BIM sammeln.

Neben diesen und weiteren Fachvorträgen standen auch die BIM Town und der Smart Building/Smart Construction Award im Fokus der Messe. 40 Finalisten, die sich gegen mehr als 230 internationale Einreichungen durchsetzten, stellten ihre Lösungen zu den Themen Bau, Immobilien, intelligente Stadtgestaltung und Umwelt vor. Die Jury bewertete die Start-ups im Halbfinale vor Ort und kürte die Top-Finalisten. Zu ihnen gehörten die Unternehmen BIMspot, Building Radar, Dabbel, Holobuilder und pbb. Gewonnen hat Christoph Degendorfer mit dem Proptech-Start-up BIMspot.

Dietmar Bernert, neuer Präsident der BIM World MUNICH, habe von Ausstellern und Teilnehmern viele positive Rückmeldungen bekommen. Er freue sich, dass die Teilnehmenden Probleme angesprochen haben und nach effizienten Lösungen suchen. "Mir gefällt auf der BIM World der wachsende Spirit unserer BIM Community", sagt Bernert. "Junge, dynamische neue Gesichter ergänzen uns Rhinozerosse der Szene." Dies habe sich auch in der BIM Town und den klugen Start-ups gezeigt, die vor Ort waren.

Die BIM World MUNICH findet im nächsten Jahr am 24. und 25. November 2020 im ICM in München statt. Weitere Informationen zur Messe finden Interessierte unter www.bim-world.de.

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