Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Smarte Bewässerung

Indoor Farming Container am Applied Science Centre for Smart Indoor Farming. Foto: HSWT

Das Trendthema der smarten Steuerung von Alltagstätigkeiten macht auch vor der Nutzung und Bearbeitung im eigenen Garten nicht halt. Besonders leicht zu installierende Systeme zur automatischen Bewässerung können als Helfer im Hintergrund für die optimale Bodenfeuchte sorgen und mehr Zeit für den Genuss des Gartens zulassen.

Mit dem Heranreifen von Smart Control Apps, die sich über ein mobiles Endgerät steuern lassen, bieten inzwischen mehrere Hersteller aus dem Heimgartensegment unterschiedliche Lösungskits an. Die neuen Ventile dieser Systeme besitzen eine eigene Energieversorgung (Batterien, Solarpanel) und lassen sich bequem am Wasserhahn anschrauben.

Foto: HSWT

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Die Ansteuerung erfolgt mit Funktechnik, bei einigen Modellen via Bluetooth direkt vom Handy. Gießzeiten können somit zum Beispiel über eine App am mobilen Endgerät eingestellt werden. Weitere intelligente Nutzungen sind mit einer Einbindung von Wetterdiensten sowie Regen- und Bodenfeuchtesensoren möglich, womit der Gießvorgang entsprechend angepasst werden kann.

Erfahrungen im Kleingarten der Hochschule Weihenstephan- Triesdorf (HSWT) zeigen, dass der Einsatz einer automatischen Bewässerung zu einer effizienteren Wassernutzung sowie zu einer reicheren Ernte und zu gesünderen Pflanzen führen kann. So konnte zum Beispiel durch die smarte Anpassung der Bewässerungszeiten in Kombination mit Regen- oder Bodenfeuchtesensoren die Wasserversorgung kulturbezogen optimiert werden.

Der Einsatz von Düsen- und Tropfbewässerungssystemen wirkt sich zudem positiv auf die Pflanzengesundheit aus. Für die Feinjustierung des Systems sind allerdings Kenntnisse über die Art des Bodens, den Wasserbedarf und den optimalen Gießvorgang der jeweiligen Kultur von Vorteil. Erst durch diese Informationen kann das System mit den Sensoren sein volles Potential ausschöpfen.

An der Spitze solcher automatisierten Systeme zur Kulturführung von Pflanzen stehen die sogenannten Indoor Farms. Am Applied Science Centre for Smart Indoor Farming der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf forschen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an Pflanzenkulturführungssystemen, die ein optimales Pflanzenwachstum bei gleichzeitig geringem Ressourcenverbrauch ermöglichen. Durch eine geschlossene Anbauumgebung, beispielsweise in einem Indoor Farming Container, können alle wichtigen Pflanzenwachstumsparameter ohne äußere Umwelteinflüsse gezielt auf die Kultur angepasst und gesteuert werden.

In Bezug auf den Wasserverbrauch setzen diese Systeme eine Benchmark. Durch den Einsatz hydroponischer Kultursysteme in Kombination mit der geschlossenen Hülle kann in Indoor Farmen sogar das von den Pflanzen über Transpiration an die Luft abgegebene Wasser zurückgewonnen und dem Wasserkreislauf erneut zugeführt werden. Versuche haben zum Beispiel gezeigt, dass für die Produktion von 1 kg Pak Choi gerade einmal 1,2 l Wasser verbraucht werden.

Die Hochschule Weihenstephan- Triesdorf (HSWT)

Grün, innovativ, praxisnah – in den 50 Jahren seit ihrer Gründung hat sich die HSWT ein einmaliges Profil geschaffen. Das Fächer - spektrum in Lehre und Forschung ist klar und konsequent auf die angewandten Lebenswissenschaften ausgerichtet und umfasst alles, was im weitesten Sinne mit Natur, Ernährung und Umwelt zu tun hat. Eine intensive Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie gewährleistet den Wissens- und Technologietransfer in die Praxis. Oberstes Ziel ist ein nachhaltiger und effizienter Umgang mit der Natur, ihren Ressourcen und unseren Lebensgrundlagen.

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