Netzwerk wächst
Rauchwarnmelder-Montage vereinfacht
Memmingen (ABZ). – Der Rauchwarnmelder-Hersteller Ei Electronics arbeitet künftig mit dem Allgäuer Start-up Asset Energy zusammen. Über die digitale Plattform AssetWork sollen sich Bestellung, Auftragsvergabe und Montage von Rauchwarnmeldern vollautomatisiert abwickeln lassen.

Lars Klocke (l.) von Asset Energy und Rainer Eisenach von Ei Electronics besiegeln ihre Partnerschaft für die digitale Prozessoptimierung über AssetWork. Foto: Asset Energy
Die Kooperation soll es Wohnungsgesellschaften, Messdienstleistern, Hausverwaltungen und Facility Managern, Rauchwarnmelder von Ei Electronics ermöglichen mit wenigen Klicks zu bestellen. Gleichzeitig können sie über die Plattform auf ein deutschlandweites Netzwerk von mehr als 100 selbständigen Montagedienstleistern mit insgesamt mehr als 350 qualifizierten Monteuren zugreifen, heißt es.
"Für uns ist das ein Quantensprung in der Digitalisierung und Prozessoptimierung", sagt Rainer Eisenach, Bereichsleiter Wohnungswirtschaft bei Ei Electronics. Das Düsseldorfer Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 1250 Mitarbeiter und verkauft jährlich 13 Millionen Rauch- und Kohlenmonoxidwarnmelder. Laut Hersteller ist Ei Electronics europäischer Marktführer für Rauchwarnmelder in Wohngebäuden. Die neue Lösung soll auch die Arbeit der Monteure vereinfachen.
"Bisher mussten Monteure im schlimmsten Fall mit drei oder vier unterschiedlichen Tablets in den Wohnungen arbeiten, weil jeder Auftraggeber seine eigene Software verwendet hat", erklärt Lars Klocke, Gründer und Geschäftsführer der Asset Energy GmbH. Über die AssetWork-Plattform lassen sich laut Anbieter unterschiedliche Gerätetypen verwalten - von Rauchwarnmeldern über Heizkostenverteiler bis hin zu Wasser- oder Wärmemengenzählern. Jeder Arbeitsschritt soll dabei nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die Asset Energy GmbH ist ein Tochterunternehmen der e-con AG aus Memmingen, die seit mehr als 15 Jahren Energiekonzepte und Wärmeversorgungen anbietet. Beide Unternehmen gehören zur Alois-Müller-Gruppe mit Hauptsitz in Ungerhausen, die an 15 Standorten in Süd- und Ostdeutschland 1000 Mitarbeiter beschäftigt.
Das AssetWork-System lässt sich nach Herstellerangaben in bestehende Abrechnungs- und Verwaltungssysteme integrieren. Dadurch sollen Arbeitsabläufe automatisiert und der Verwaltungsaufwand reduziert werden. Zudem ermögliche die Plattform Messdienstleistern und Wohnungsunternehmen die Erschließung neuer Regionen durch die angebundenen Servicepartner-Unternehmen.


