Rückbau fossiler Kraftwerke
Porr realisiert mehrere Projekte
München (ABZ). – Der Rückbau fossiler Kraftwerke im Zuge der Energiewende stellt die Baubranche vor große Herausforderungen. Die Porr GmbH & Co. KGaA hat sich nach eigenen Angaben in diesem Bereich etabliert und realisiert mehrere Projekte..

Beim Rückbau des Kraftwerks Voerde wurden über 90 Prozent der Materialien recycelt, erklärt die Porr GmbH & Co. KGaA. Foto: Porr
Mit dem Leistungsbereich Umwelttechnik verfügt das deutsche Tochterunternehmen der Porr AG über entsprechende Erfahrung und Technologien. Zu den Referenzen zählen der Rückbau des ehemaligen Kraftwerks Wilmersdorf in Berlin (fertiggestellt 2023), der Teilrückbau im Kraftwerk Moabit (fertiggestellt 2024) sowie das alte Heizkraftwerk Lichterfelde, das planmäßig im Herbst 2026 abgeschlossen werden soll.
Seit Herbst 2023 wird zudem der Rückbau des RWE-Kraftwerks in Voerde am Niederrhein realisiert, informiert das Unternehmen. Beim Rückbauprozess setzt die Porr-Tochter auf Building-Information-Modelling (BIM), um die Schritte des Rückbaus digital zu planen und zu überwachen.
Diese digitale Planung ermöglicht es, den Materialfluss zu analysieren, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und Abläufe aufeinander abzustimmen. Ein wichtiger Aspekt des Kraftwerksrückbaus ist die Nachhaltigkeit. Der Leistungsbereich Umwelttechnik entwickelt und nutzt eigenen Angaben zufolge Recyclingverfahren, um Rohstoffe zurückzugewinnen. Beim Rückbau des Kraftwerks Voerde wurden laut dem Baudienstleister über 90 Prozent der Materialien, darunter Beton und Stahl, recycelt und für andere Bauprojekte wiederverwendet.
Der Rückbau fossiler Kraftwerke wird nach Einschätzung von Porr in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, da immer mehr alte Anlagen durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Die umweltgerechte Demontage und der verantwortungsvolle Umgang mit Rückbaumaterialien sind dabei entscheidende Faktoren, um Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren.


