Automatische Zuordnung und Checklisten

KI-gestützte Qualitätssicherung auf Baustellen

Hilden (ABZ). – Nach mehr als 15 Jahren Durchführung von Qualitätsmanagement auf unterschiedlichsten Baustellen zeigt sich: Qualitätsmanagement ist für viele Bauunternehmen, Architekturbüros und Ingenieurbüros komplexer, als es auf dem Papier aussieht.

Die KI-Anwendung von BAUcheck setzt an den projektspezifischen Grundlagen an. Foto: Gorka Ingenieure für Baumanagement

Digitale Werkzeuge können helfen, diese Prozesse zu vereinheitlichen. In der Praxis begegnen Baumanagement-Büros häufig sehr unterschiedliche Prüflisten, eigene Dokumentationsformen und Arbeitsweisen, die von Projekt zu Projekt variieren. Das sorgt nicht nur für zusätzlichen Abstimmungsaufwand, sondern erschwert es auch, Abläufe konstant und verlässlich zu steuern.

Die KI-Anwendung von BAUcheck setzt an den projektspezifischen Grundlagen an. Sie wertet die Leistungsverzeichnisse eines Projekts aus und identifiziert daraus die Qualitätsanforderungen, die für die Ausführung relevant sind. Aus Positionstexten, Materialien, Einbauorten und technischen Vorgaben entstehen so konkrete, DIN-konforme Prüfpunkte. Diese werden automatisch den passenden Gewerken und Bauphasen zugeordnet und anschließend als Checklisten bereitgestellt. Auf dieser gemeinsamen, projektspezifischen Basis können Bauleiter, Planer und Prüfende arbeiten, ohne auf unterschiedliche Vorlagen oder individuelle Routinen zurückgreifen zu müssen.

Die Dokumentation und Kommunikation des Qualitätsmanagements erfolgt direkt auf der Baustelle: Prüfergebnisse, Leistungsstand, Fotos und beteiligte Firmen lassen sich strukturiert erfassen und zu vollständigen Berichten zusammenführen. Abweichungen oder offene Punkte werden als Tickets mit Fristen festgehalten und können bei Bedarf im Grundriss verortet werden, was die spätere Nachverfolgung erleichtert.

Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass sich dadurch interne Abläufe stabilisieren. Informationen liegen einheitlich vor, sind für alle Beteiligten zugänglich und lassen sich nachvollziehbar fortschreiben. Das reduziert Rückfragen, Abstimmungsschleifen und vermeidet unterschiedliche Informationsstände zwischen Bauunternehmen, Planungsbüros und Nachunternehmern.

Besonders wirksam ist dieser Ansatz überall dort, wo wiederkehrende, normbasierte Prüfschritte anfallen, heißt es. Unternehmen, die ihr Qualitätsmanagement systematischer aufstellen möchten, profitieren von der klaren Struktur, der einheitlichen Dokumentation und der lückenlosen Nachweisführung. Das gilt gleichermaßen für Ausführende auf der Baustelle wie für Architekturbüros und Ingenieurteams, die Planungs- und Kontrollaufgaben wahrnehmen. Die Nutzer von BAUcheck haben gegenüber dem Auftraggeber eine nachweisliche Struktur im Qualitätsmanagement, welche sich von anderen Beteiligten am Bau absetzt.