Forschungsgebäude in Merseburg

Formitas übernimmt BIM-Gesamtkoordination

Aachen/Merseburg (ABZ). – Die Formitas AG übernimmt die BIM-Gesamtkoordination für den Neubau eines naturwissenschaftlichen Forschungsgebäudes auf dem Campus der Hochschule Merseburg. Auftraggeber ist das Amt für Immobilien- und Baumanagement Halle (Saale), das den Auftrag nach einem Vergabeverfahren vergeben hat.

Visualisierung des Objektplaners für das Forschungsgebäude an der Hochschule Merseburg. Abb.: Carpus+Partner

Der Neubau soll laut Angaben der Beteiligten im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE VI) zu 60 Prozent durch die Europäische Union gefördert werden. Die übrigen Mittel stammen aus dem Land Sachsen-Anhalt. Der Baubeginn ist für Mitte 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2029.

Koordination der BIM-Prozesse

Formitas übernimmt nach eigenen Angaben die Koordination der BIM-Objektplanung, der Tragwerksplanung sowie der TGA-Planung. Dazu zählen unter anderem die Gewerke Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär, nutzungsspezifische Anlagen einschließlich Laborplanung, Kühlzellen, Gebäudeautomation und Aufzugstechnik.

Darüber hinaus führt das Unternehmen die einzelnen Fachmodelle in einem Koordinationsmodell zusammen. Zum Leistungsumfang gehören laut Formitas außerdem Qualitätsprüfungen zwischen den Fachmodellen, Modellanalysen sowie die Prüfung der Daten hinsichtlich LOIN-Konzept und BIM-Abwicklungsplan. Auch die Fortschreibung des BIM-Abwicklungsplans ist Bestandteil des Auftrags.

Vorgaben zur Klimaverträglichkeit

Nach Angaben der Beteiligten orientiert sich das Bauvorhaben an den Anforderungen der EFRE-Förderperiode 2021 bis 2027, die Maßnahmen zur Klimaverträglichkeit voraussetzt. Berücksichtigt werden demnach Präventions- und Anpassungsmaßnahmen sowie ein Leitfaden zur Erstellung von Energiesparkonzepten.

Für den Neubau sind laut Projektangaben Stahlbeton-Fertigbauteile vorgesehen. Dadurch sollen der Bedarf an Baustoffen sowie der Verbrauch von Energie und Wasser während der Bauphase reduziert werden. Die Büroräume im Obergeschoss werden nach Angaben der Projektbeteiligten parallel zur Planung und Ausführung des Erdgeschoss-Rohbaus in Modulbauweise gefertigt. Damit sollen Teile des Traggerüsts und des Innenausbaus vorproduziert und die Bauzeit verkürzt werden.

Forschungsgebäude in Hybridbauweise

Der Neubau entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Technischen Hochschule „Carl Schorlemmer“ Leuna-Merseburg an der Eberhardt-Leibnitz-Straße. Geplant ist ein Gebäude in Hybridbauweise mit Stahlbeton-Erdgeschoss im westlichen Bereich des Campus auf dem Standort des früheren Institutsgebäudes 134.

In dem Forschungsgebäude sollen verschiedene naturwissenschaftliche Fachbereiche untergebracht werden, darunter Verfahrenstechnik, organische und makromolekulare Chemie, Maschinendynamik, Kunststoffverarbeitung und Polymerwerkstoffe.

Die Nutzflächen 1 bis 7 umfassen laut Angaben der Beteiligten insgesamt 3267 m². Die Baukosten werden mit rund 33 Millionen Euro angegeben.