Europa-Park testet neue Überwachung

fischer integriert Sensor-Technologie in Achterbahn

Rust (ABZ). – Im Europa-Park in Rust bei Freiburg testet fischer seine Construction Monitoring- Lösung im Pilotbetrieb. Hierbei arbeitet der Befestigungsexperte eng mit dem Tüv Süd zusammen.

Publikumsliebling: Die Achterbahn „blue fire Megacoster“ im Europa-Park Rust wurde 2009 eröffnet. Foto: Europa-Park

Es wurden fünf Verschraubungen an den Sitzkonsolen der Achterbahn "blue fire Megacoaster" durch SensorBolts ergänzt, die über eine integrierte Kraftmess- und Übertragungstechnik verfügen. Die SensorBolts sind jeweils einem SensorNode ausgestattet, welcher die Messwerte von den Schrauben zu einem im Europa-Park installierten Gateway überträgt. Von dort gelangen die Daten Ende-zu-Ende-verschlüsselt in einen Cloudspeicher und werden über ein kundenspezifisches Dashboard zugänglich gemacht, sagt fischer. Die Anlagenbetreiber können den Zustand der Befestigungspunkte jederzeit komfortabel per PC oder Smartphone einsehen.

In der Achterbahn "blue fire Megacoster", eröffnet am 4. April 2009 im isländischen Themenbereich des Europa-Parks, wirken bis zu 3,8 G Beschleunigungskräfte auf die Fahrgäste. Vier Überkopf-Elemente sorgen auf der 1056 m langen Strecke mit 38 m Höhendifferenz für Adrenalinkicks. In nur 2,5 sek beschleunigt der LSM-Antrieb die Personen von 0 auf 100 km/h.

 

Fünf fischer SensorBolts überwachen kontinuierlich die Sicherheit der Sitz-Verschrau-

bungen, informiert Fischer. Foto: Fischer

"Neben den hohen G-Kräften von bis zu 3,8 G wirken auch permanente Vibrationen und die starken Magnetfelder beim Abschuss der Achterbahnzüge auf die Schraubenverbindungen ein. Zudem sind die Produkte durch den Betrieb im Freien Wettereinflüssen ausgesetzt", sagt Dr. Daniel Rill, Produktmanager Connected Products bei fischer. Längerfristig werde angestrebt, die Construction Monitoring-Lösung durch Datenintegration zu einem festen Bestandteil des Sicherheitskonzepts des Freizeitparks zu machen. Mit den SensorBolts können Instandhaltungsmaßnahmen gezielter geplant werden. So lassen sich Ausfallzeiten und Kosten senken, informiert Fischer.

Das Structural Health Monitoring (SHM) ist nach Unternehmensangaben ein wachsender Trend in der Baubranche. Der SensorBolt ist der neuste Zugang im fischer Portfolio digital ausgestatteter Befestigungsmittel, zu denen auch die Ankerstange SensorAnchor und die Unterlegscheibe SensorDisc gehören. Diese IoT-vernetzten Produkte ermöglichen die Dokumentation und Überwachung von Bauwerken und Anlagen – auch aus der Ferne.