Für den Straßenbau

Eine neue Großfräse mit 580 Kilowatt rollt an

Windhagen (ABZ). – Seit Januar 2025 ist die neue Großfräse W 210 XF von Wirtgen auf Baustellen in den USA, Europa, Australien, Japan und Taiwan im Einsatz, wie der Konzern mitteilt. Die Maschine soll ein breites Anwendungsspektrum abdecken, von der Deckschichtsanierung bis hin zu Feinfräsarbeiten.

Mit ihren hohen Tagesleistungen deckt die Wirtgen Großfräse ein breites Anwendungsspektrum ab, erklärt der Hersteller. Foto: Wirtgen

Die W 210 XF arbeitet mit einem John Deere Motor, der eine Leistung von 580 kW liefert. Wirtgen und John Deere haben in Zusammenarbeit die Drehmomentkennlinie des Motors genau auf die Anforderungen des Kaltfräsens angepasst.

Die Kombination aus leistungsstarkem Motor und dem 2-Gang-Lastschaltgetriebe DUAL SHIFT ermöglicht, die Fräswalzen in einem weiten Geschwindigkeitsbereich zu betreiben. Im oberen Fräswalzendrehzahlbereich können nach eigenen Angaben auch bei maximaler Frästiefe von 330 mm hohe Flächenleistungen in guter Fräsbild-Qualität erzielt werden.

Wirtgen verweist ferner auf die hohe Flexibilität des Systems. Bei der W 210 XF könne die Fräswalze durch das Multiple Cutting System (MCS) innerhalb von Minuten gewechselt werden. Der hersteller bietet für für jede Anwendung die passende Walze.

Unterschiedliche Fräsbreiten von 2 m, 2,2 m oder 2,5 m sollen sich durch einen Wechsel des Fräsaggregates realisieren lassen.

Mithilfe des Schnellwechselsystems kann das ganze Fräswalzengehäuse laut Wirtgen in weniger als einer Stunde ausgetauscht werden.

Für die automatisierte Dokumentation der Fräsaufgaben steht der Wirtgen Group Performance Tracker Milling (WPT Milling) zur Verfügung. Der Bediener ist ständig über die aktuellen Maschinen- und Einsatzparameter informiert. Bei Arbeitsende werden die Daten zum Maschinenbetreiber übertragen, der eine schnelle und genaue Abrechnung vornehmen kann. Die automatisierte Baustellendokumentation zeigt neben den Baustellen- und Maschinendaten auch die CO2-Emissionen für die gesamte Baustelle, sagt Wirtgen.

Speziell für Kaltfräsen hat Wirtgen zudem das Nivelliersystem LEVEL PRO Active entwickelt. Gut lesbare Bedienpanels bieten Informationen und Messwerte aller verbundenen Sensoren und erleichtern Maschinenbedienern ihre Arbeit.

Das System ist vollständig in die Maschinensteuerung der Kaltfräse integriert. Dies soll einen hohen Automatisierungsgrad und präzise Fräsergebnisse gewährleisten, da wichtige Maschinenfunktionen direkt miteinander verknüpft sind. LEVEL PRO ACTIVE bietet darüber hinaus viele bedienerentlastende Automatik- und Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel das automatische Ausheben zum Überfahren eines Kanaldeckels.

Die Wirtgen Group ist ein Unternehmensverbund, welcher zu John Deere gehört.Wirtgen erzielt pro Jahr einen Umsatz von etwa drei Milliarden Euro.