Effiziente Materialverwaltung durch KI
Doka setzt auf automatisierte Zählung
Amstetten (ABZ). – Doka hat einen unternehmenseigenen KI-Service zur automatischen Zählung und Identifikation von Schalungs- und Gerüstmaterial entwickelt. Das System ist laut eigener Aussage bereits an mehr als 50 Doka-Standorten weltweit im Einsatz.

Mit einem unternehmenseigenen KI-Service ermöglicht Doka die automatische Zählung und Identifikation von Produkten im Lager. Foto: Doka
"Mit Hilfe unseres KI-Services werden unsere Produkte in den Doka-Lagern automatisch gezählt und identifiziert", erläutert Robert Hauser, CEO von Doka. Dies ermögliche, dass Rücklieferungen schneller abgewickelt, Material schneller wieder einsatzbereit gemacht und Bestände zuverlässiger geplant werden können.
Das System AI Counting & Identification entwickelte Doka eigener Erläuterung nach in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der KI-Expertise von Microsoft. Bisher wurde das rückgelieferte Mietmaterial im Lager manuell kontrolliert, was mit einem höheren zeitlichen Aufwand verbunden war.
Der Prozess funktioniert nach Herstellerangaben folgendermaßen: Der Mitarbeiter fotografiert das Material mit einem mobilen Endgerät, die KI schlägt das passende Produkt vor, und nach Bestätigung erfolgt die vollautomatische Zählung. Das zugehörige Bild mit Ergebnis wird gespeichert und dient der transparenten Dokumentation. Derzeit werden mehr als 20 Produktgruppen erfasst, darunter Gerüstartikel sowie unterschiedliche Schalungselemente wie Träger, Deckenstützen und Framax-Elemente. In den Doka-Niederlassungen wurde der KI-Service bereits mehr als 40.000-mal genutzt.
Nach Angaben des Unternehmens wurden mehr als 1,5 Millionen Einzelteile bei einer Zählgenauigkeit von über 98 % gezählt. Der KI-Service sei speziell für die Herausforderungen am Bau ausgelegt und erkenne auch beschädigte oder stark verschmutzte Mietartikel zuverlässig.
Obwohl das System derzeit in den Doka-eigenen Lagern zum Einsatz kommt, sieht das Unternehmen Potenzial für eine zukünftige Anwendung direkt beim Kunden. Live-Demos und erste Rückmeldungen von der bauma 2025 in München zeigten laut Doka, wo zusätzliche Mehrwerte durch eine Ausweitung entstehen könnten.
Neben der automatisierten Zählung setzt Doka Künstliche Intelligenz bereits in weiteren Bereichen ein. Ein Beispiel ist das Statistical Return Planning, ein internes Prognosesystem, das datenbasiert vorhersagt, welche Materialien wann von der Baustelle ins Lager zurückkehren.
Mit der neuen digitalen Kundenplattform Doka 360 will das Unternehmen alle zentralen Berührungspunkte entlang des Schalungsprozesses vernetzen: von der Planung über die Bestellung und Lieferung bis zur Rückgabe. Echtzeitdaten von Sensoren im Beton oder auf der Schalung sollen direkt ins System fließen. Doka 360 startet ab Sommer 2025 mit einer Early-Access-Phase mit ersten Partnerunternehmen in Deutschland und den USA.


