95 Prozent weniger Zählaufwand

Cloud-basierte Stichprobeninventur

Waldachtal (ABZ). – Die Unternehmensgruppe fischer hat ein Technologie-Upgrade im Bereich Inventur durchgeführt. Anstelle der bisherigen On-Premise-Software kommt nun eine Cloudlösung für Stichprobeninventur aus der Feder von Remira zum Einsatz.

Durch das Stichprobenverfahren ist der Aufwand nach Aussage der Verantwortlichen enorm gesunken, sodass statt der rund 5500 Positionen im Halbfertigteillager lediglich 250 Stichproben zu zählen sind. Foto: fischer

Diese soll den gesamten Prozess laut den Verantwortlichen deutlich vereinfachen und den Digitalisierungsgrad einmal mehr erhöhen. Mit 50 operativen Gesellschaften vertreibt der Spezialist für Befestigungs- und Verbindungstechnik seine Produkte in rund 120 Ländern weltweit. Dabei ist das Sortiment sehr vielfältig und reicht von mechanischen und chemischen Befestigungssystemen bis hin zu Speziallösungen für komplexe bauliche und technische Anforderungen. Da jedoch ein Großteil der Artikel aus Kleinteilen besteht, sieht sich das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Waldachtal bei der Inventur mit aufwendigen Zählprozessen konfrontiert. Allein das Halbfertigteillager für die Produktionsversorgung umfasst rund 5500 Positionen und stellt das Team somit vor erhebliche logistische Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, setzt fischer seit mehr als 25 Jahren auf das Vereinfachungsverfahren der Stichprobeninventur – unterstützt durch den Dortmunder Softwareanbieter Remira. Mit dem Ziel, den Prozess weiter zu optimieren und die Effizienz zu erhöhen, hat sich das Unternehmen im vergangenen Jahr für den Schritt in die Cloud und den Umstieg auf eine SaaS-Lösung von Remira entschieden.

Die cloud-basierte Software kommt bei fischer bereits in zwei Lagern – einem Halbfertigteillager für die Produktionsversorgung sowie einem Versandlager – zum Einsatz und hat dort im vergangenen Jahr erste Inventuren erfolgreich unterstützt. Durch das Stichprobenverfahren ist der Aufwand nach Aussage der Verantwortlichen enorm gesunken, sodass statt der rund 5500 Positionen im Halbfertigteillager lediglich 250 Stichproben zu zählen sind. Das entspricht einer Einsparung von 95 % des Zählaufwands. Durch die Cloud-Lösung profitiert das Unternehmen nun von weiteren Zeit- und Effizienzvorteilen, da der manuelle Aufwand einmal mehr verringert wird. So berichtet Alexander Kopf, Digital ERP & Logistics bei fischer: "Mit dem Umstieg auf die Cloud-Software haben wir die Chance genutzt, die Inventur mit einer intuitiven Anwendung ohne technische Hürden weiter zu optimieren und die Arbeitsabläufe spürbar zu vereinfachen. Fünf bis zehn Personen sind mit der Inventur beschäftigt und nach spätestens einem halben Tag fertig."

Der Prozess sei dabei äußerst simpel: Die einfache Konfiguration der Remira-Lösung, insbesondere der CSV-Schnittstelle, ermöglicht eine nahtlose Integration in bestehende Systeme. So ist das Tool an das eingesetzte ERP-System des Unternehmens angebunden und wird mit den erforderlichen Daten, einschließlich der Soll-Bestände, versorgt. Auf dieser Basis erstellt die Software automatisch eine Liste der zu zählenden Stichproben im CSV-Format, die anschließend als Grundlage für die Zählung dient. Die eigentliche Inventur erfolgt dann vollständig über die Inventursoftware in der Cloud. Dabei leitet die Lösung, in der Remira auch den Sequenzialtest mit dem Hochrechnungsverfahren kombinieren kann, die User sukzessive durch den Prozess und wertet die eingepflegten Daten automatisch aus. Abschließend wird der ermittelte Ist-Bestand an das ERP-System übertragen. Bei fischer kommt ausschließlich das Hochrechenverfahren zum Einsatz. Neben der höheren Flexibilität und dem entfallenden Administrationsaufwand, hebt Kopf insbesondere die benutzerfreundliche Oberfläche der Software hervor: "Dank der intuitiven Bedienbarkeit können unsere Mitarbeiter die Inventur problemlos durchführen."

Vor diesem Hintergrund befindet sich das Unternehmen bereits in der Planung mit Remira, um das volle Potenzial der cloud-basierten Inventuroptimierungs-Software auszuschöpfen: So möchte fischer nun auch die Remira-Zähl-App im Teilelager einführen, mit der sich die notwendigen Positionen gleichermaßen einfach wie präzise mit dem Smartphone und Tablet (Android, iOS und Windows) erfassen lassen. Auch darüber hinaus steht eine Ausweitung des Software-Einsatzes auf der Agenda, wie Kopf berichtet: "Wir planen, die Cloudlösung von Remira auch an weiteren Standorten, sowohl national als auch international, zu implementieren, um die Effizienz weiter zu steigern."