IT-Strukturen aufgefrischt

Branchen-ERP für durchgängige Prozesse

Regensburg (ABZ). – Das Unternehmen Rösl hat seine IT-Strukturen mit der Branchenlösung WDV2024 TEAM modernisiert. Das bayerische Unternehmen für Baustoffe, Abbruch und Recycling wollte nach eigenen Angaben Medienbrüche beseitigen und papierbasierte Abläufe digitalisieren. Mit einem Fuhrpark von rund 30 Lkw und insgesamt zwölf Standorten in Bayern und Sachsen sah sich das Unternehmen vor die Herausforderung gestellt, historisch gewachsene IT-Strukturen zu modernisieren.

Monika Rösl (Geschäftsführerin des Unternehmens Rösl, l.) und Beate Volkmann (Vorständin der Firma Praxis EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung) im Gespräch. Foto: Praxis EDV

In Zusammenarbeit mit der Praxis EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG startete 2020 das Projekt zur Einführung der Branchenlösung WDV2024 TEAM. Martin Erler, IT-Verantwortlicher bei Rösl, nennt als zentrale Ziele die Ablösung von Einzellösungen im Angebots-, Auftrags- und Rechnungswesen sowie die Integration der Waagesoftware und Buchhaltung. "Statt drei unterschiedlicher Systeme mit Einzelkomponenten sollte die WDV2024 TEAM als führendes System etabliert werden – mit zentraler Stammdatenpflege, einheitlicher Schnittstelle zu Datev und durchgängig digitalen Abläufen", erklärt Geschäftsführerin Monika Rösl. Eingeführt wurden laut Unternehmensaussage unter anderem ein Eingangsrechnungsworkflow, das PxDatawarehouse, ein Intercompany-Modul für die konzerninterne Verrechnung sowie die PxP-Auftrags-App und das Handelsmodul. Ein Herzstück der Einführung war nach Angaben von Martin Erler die Mobile Hofliste im Werk Friedrich-Zeche Regensburg. Über Tablets an den Radladern wird nun die Anlieferung und Verladung digital erfasst – inklusive Fotos, GPS-Daten und Bemerkungen. Die Fahrer erhalten Anweisungen, und der Wäger sieht beim Auswiegen alle relevanten Zusatzinformationen. Mit dem Yard-Checker wissen Maschinenführer, welche Fahrzeuge sich im Werk befinden und welches Material sie kippen. Das neue Kippenbuch ersetzt das frühere Papierarchiv durch ein digitales System. Für die Disposition wurde die PxP-Auftrags-App eingeführt. Lkw-Fahrer erhalten ihre Transportaufträge direkt aufs Mobilgerät – inklusive digitaler Unterschrift und Echtzeit-Kommunikation. Im Kundenportal stehen Lieferscheine und Rechnungen digital im PDF/A-3- und ZUGFeRD-Format bereit. Kunden können ihre Dokumente abrufen und verwalten. Auch Statistiken und Auswertungen sind über das Portal einsehbar, teilt der Hersteller mit. "Früher wurde vieles über Funk oder Handy geregelt – heute läuft das zentral und medienbruchfrei. Ein Tablet auf dem Radlader oder im Lkw reicht", beschreibt Erler die Veränderung.

Laut Monika Rösl führte die Einführung zu effizienteren Abläufen, weniger doppelten Erfassungen und weniger Arbeitsschritten. Die Einführung digitaler GPS-gestützter Einbaunachweise reduzierte den Papierbedarf. "Die Lösung von Praxis hat unsere täglichen Abläufe spürbar erleichtert. Vor allem in der Disposition sparen wir enorm viel Zeit und erhöhen gleichzeitig die Transparenz und Dokumentationssicherheit", betont die Geschäftsführerin. Die nächste Stufe mit der "Waage Generation II" sei noch für dieses Jahr geplant.