Bauen 4.0

Bauer Maschinen beteiligt sich an Forschungsprojekt

Im Rahmen eines Forschungsprojekts beteiligt sich die Bauer Maschinen GmbH an der Entwicklung neuer Technologien für vernetztes und automatisiertes Arbeiten auf der Baustelle.Foto: Bauer

Schrobenhausen/Dresden (ABZ). – Ingenieure der TU Dresden entwickeln in einem gemeinsamen Projekt mit mehr als 20 Partnern neue Maschinen- und Kommunikationstechnologien für eine vollständig vernetzte Baustelle. In den nächsten drei Jahren sollen diese Anwendungen auf der ersten realen 5G-Testbaustelle erprobt werden. Als einziges Unternehmen mit dem Schwerpunkt Spezialtiefbau beteiligt sich auch die Bauer Maschinen GmbH als Partner an dem Forschungsprojekt. Im Zentrum des Projekts, das offiziell am 1. August 2019 gestartet ist, steht die Weiterentwicklung von Baumaschinen, so dass diese ihre Arbeitsaufgaben automatisiert oder teilautomatisiert ausführen. Das Verbundprojekt, in dem auch Verbände, wie die Deutsche Bauindustrie, der VDBUM und der VDMA involviert sind, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 4,8 Millionen Euro gefördert. Seitens der Bauer Maschinen GmbH betreut, koordiniert und überwacht Dr. Matthias Semel das Projekt. Als Teilprojektleiter ist Andreas Schober für die technische Umsetzung verantwortlich. Beide gehören der Forschung und Entwicklung bei Bauer Maschinen an. "Die Digitalisierung ist eines der drängenden Themen in der Bauindustrie", sagt Matthias Semel. "Auch im Rahmen der neuen Möglichkeiten, die 5G künftig bietet, wollen wir von Anfang an Teil dieser Entwicklung sein und diese aktiv mitgestalten."

Konkret steht bei Bauer im Zuge des Forschungsprojekts, aber auch darüber hinaus die Entwicklung eines Bohrgeräts im Fokus, das seine Umgebung erkennt und Daten über Schnittstellen sicher kommuniziert. Dafür müssen mehrere Systeme entwickelt und auf einem Demonstrator implementiert werden: eine Umfelderkennung, die sowohl Prozessschnittstellen als auch mögliche Gefahren erkennen kann; ein Zustandsautomat, der in der Lage ist, seine aktuellen Prozessdaten automatisch zu erfassen; eine Ausrüstungsdatenbank und ein Ausrüstungsmanagementsystem, das Werkzeuge und Anbauten automatisch erkennt und verwaltet sowie Assistenzsysteme für das teilautonome Kellybohren. "Wir konzentrieren uns zunächst auf das Kellybohrverfahren, da dieses mit unseren Bohrgeräten weltweit am häufigsten ausgeführt wird", erläutert Matthias Semel. "Ziel ist es, dass teilautonome Systeme den Fahrer so weit wie möglich unterstützen und entlasten. Dies wirkt sich schließlich unmittelbar auf die Produktivität einer Baustelle, die Ausführungsgenauigkeit und die Sicherheit aus."

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