Digitale Lösungen für historische Bauprojekte

Bau-Planung-Risch setzt auf Weise Software

Zittau (ABZ). – Die Bau-Planung-Risch Ingenieurgesellschaft setzt bei der Sanierung historischer Gebäude auf digitale Bauzeitenplanung. Mit dem Projekt-Manager von Weise Software will das auf Denkmalpflege spezialisierte Büro Terminpläne einhalten und unerwartete Probleme meistern.

Das Bauen im historischen Bestand, wie an der Christuskirche Leutersdorf (im Bild), kann eine Herausforderung sein. Digitale Bauzeitenplaner sorgen dabei für mehr Terminsicherheit. Foto: Bau-Planung-Risch Ingenieurgesellschaft

Die Umgestaltung und Sanierung historischer Gebäude erfordert nach Angaben der Geschäftsführerin Heike Eisenhut-Schumann eine detaillierte Bauzeitenplanung. Diese sei komplexer als bei Neubauten, da vorhandene Strukturen, Materialien und Unwägbarkeiten des Bestands Bauabläufe durcheinanderwirbeln können.

Das 1992 gegründete Büro mit sechs Mitarbeitenden hat seinen Sitz im historischen Salzhaus in Zittau. Die Leistungspalette reicht von der Bestandsaufnahme und Schadensanalyse über Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung bis zur Erstellung von Sanierungskonzepten.

Seit mehr als zehn Jahren nutzt die Ingenieurgesellschaft den Projekt-Manager von Weise Software. "Durch die langjährige Zusammenarbeit des Inhabervorgängers Michael Risch mit Weise Software hat sich das ganz natürlich ergeben", erläutert Eisenhut-Schumann.

"Herr Risch hat über viele Jahre als Anwender durch Rückmeldungen aus der Praxis an der Entwicklung des Projekt-Managers mitgewirkt." Neben dem Projekt-Manager setzt das Büro auch die Programme HOAI-Pro, Brandschutzordnung, SiGe-Manager, Baurecht-Aktuell und PrintForm von Weise Software ein. Der Einsatz mehrerer Programme aus einer Hand biete neben der Daten-Kompatibilität und der ähnlichen Bedienung weitere Vorteile, so die Geschäftsführerin. Früher wurden Projekte "von Hand" geplant: Bauzeitenpläne wurden aufwendig gezeichnet und ebenso aufwendig angepasst. Später entstanden die Balkendiagramme in Excel, was den manuellen Aufwand verringerte. Allerdings fehlten spezifische Funktionen wie Soll-Ist-Vergleiche oder die Anzeige von Engpässen.

Der Projekt-Manager macht laut Eisenhut-Schumann Projektabläufe transparent und rationalisiert Prozesse. Alle Abläufe und Abhängigkeiten lassen sich wahlweise in Form von Balken-, Struktur- oder Netzplänen abbilden. Durch die Modifikation der Verknüpfungen können Bauabläufe nach Herstellerangaben optimiert und Schwachstellen vermieden werden.

"Mit dem Projekt-Manager wird die tatsächliche Terminsituation transparent und wir können rechtzeitig eingreifen, wenn der Beginn von Folgearbeiten oder gar der Fertigstellungstermin gefährdet sind", erläutert die Geschäftsführerin. Digitale Bauablaufpläne werden nicht nur für die Steuerung von Projekten genutzt, sondern informieren auch alle ausführenden Gewerke darüber, wer was wann erledigen muss. Das digitale Projektmanagement biete auch für den internen Informationsaustausch Vorteile: "Wir können jederzeit von jedem Arbeitsplatz auf die hinterlegten Projektdaten jedes Mitarbeiters zugreifen", so Eisenhut-Schumann.

Die aktuelle Version 2025 verfügt über eine modernisierte Benutzeroberfläche und neue Editierfunktionen. Neue Auswertungsfunktionen, beispielsweise eine Kreuztabelle für Baukosten, sollen Projektabläufe, Kosten und Abhängigkeiten transparenter machen. Damit lässt sich neben Bauzeiten auch der Einsatz von Personal und Betriebsmitteln projektübergreifend planen. "Ich schätze die Fokussierung des Projekt-Managers auf das Wesentliche, die intuitive Bedienung und die unkomplizierte Pflege von Bauzeiten- und Bauablaufplänen", erklärt Eisenhut-Schumann.

"Tatsächlich nutzen wir viele Funktionen nicht, weil wir sie nicht brauchen – und weil wir durch das Tagesgeschäft keine Zeit haben, neue Funktionen auszuprobieren." Der Projekt-Manager 2025 ist wahlweise als Kauflösung für die lokale Installation oder als Online-Mietlösung erhältlich. Die Online-Version erfordere keine Installation und keinen Server und sei stets aktuell. Sie laufe in jedem gängigen Browser unter Windows, Apple oder Linux und sei mobil auf Laptops oder Tablets einsetzbar. Für Eisenhut-Schumann ist der Projekt-Manager-Online trotz der Vorteile derzeit keine Option: "Wir nutzen die Software praktisch pausenlos an allen PC-Arbeitsplätzen, allerdings nicht mobil. Deshalb kommt für uns eine Online-Lösung aktuell nicht infrage."